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Refined Investment








Der Handel mit Devisen!

Die Geschichte des Devisenhandels ist bereits so alt wie die des Papiergeldes. Doch interessant wurde es meiner Meinung nach erst mit dem Ende der festen Wechselkurse, wodurch Währungen frei nach den Gesetzen des Marktes schwanken.

 

 

Mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 5 Billionen Dollar wird nirgendwo so viel "Kohle" umgesetzt wie am Devisenmarkt. Das österreichische Bruttoinlandsprodukt zu laufenden Preisen lag 2012 bei 307 Milliarden Euro, umgerechnet bei ca. 420 Milliarden Dollar und liegt somit, nach meinen Berechnungen, bitte nachrechnen, bei grad einmal knappen 12 Prozent des täglichen Devisenhandels.

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Also schöner ausgedrückt, Österreich erwirtschaftet in einem Jahr etwa ein Achtel von dem, was an einem Tag am Devisenmarkt so umgesetzt wird, irre was? Sie werden sich jetzt fragen, wer hat denn so viel Geld und wo befindet sich denn dieser Devisenmarkt? Kurze Antwort: Niemand und Nirgends.

 

Vorerst zur Beantwortung der zweiten Frage, der Devisenmarkt ist überall, weltweit, 24 Stunden am Tag, von Montag bis Freitag geöffnet. Und was die zweite Frage betrifft, gehandelt wird teilweise mit extremen Hebel. Zum besseren Verständnis ein kleines sehr einfaches Beispiel: Sie haben 1000 Euro? Die Amerikanische Fed Entscheidung steht ins Haus. Um 14:30 wird die frischgebackene Fed-Chefin Yellen Aussagen zur weiteren geldpolitischen Vorgangsweise kundtun und sie rechnen mit einer Straffung der Zinspolitik, was zur "Festigung" des Dollars führen würde. Sie meinen, es wäre eine gute Entscheidung, die 1000 Euro in Dollars zu tauschen und von einer Stärkung des Dollars gegenüber dem Euro zu profitieren.

 

Sie sollten recht behalten, die US Zinsen steigen und viele Euros werden nun in Dollars getauscht, einfach weil dort die Verzinsung attraktiver wurde. Nach dem Gesetzt von Angebot und Nachfrage werden mehr Dollars nachgefragt als Euros angeboten und das führt schlussendlich zu einem höheren Wert des Dollars gegenüber dem Euro, daher der Dollar steigt, bzw. der Euro fällt im Verhältnis zueinander.

 

Sagen wir mal um ein Prozent. Abstrahiert von jeglichen Transaktionskosten hätte ich somit aus meinen 1000 Euro 1010 Euro gemacht, nicht grad üppig, aber immerhin ich habe aber auch die Möglichkeit, meinen Einsatz zu hebeln, z.B. um das hundertfache, alles kein Problem heutzutage. Nun schaut die Rechnung folgender Maßen aus: Mit meinen 1000 Euro kann ich nun am Markt 100.000 Dollar bewegen und bei einem Gewinn von einem Prozent wäre das nach Adam Riese 1000 Dollar.... nicht schlecht verglichen mit 10 Euro.



Das Problem dabei nur, sollte ich mich in meiner Spekulation geirrt haben und der Euro steigt um einen Prozent, so hab ich durch den Hebel einen Totalverlust und die 1000 Euro sind futsch! Ihr Broker wird sie anrufen und sie darauf fragen, ob sie denn nicht noch etwas nachschießen wollen ( also weiteres Geld einsetzten), ansonsten müsse er die Position schließen, da weiter Verluste nun nicht mehr gedeckt seinen und er natürlich kein Interesse habe, dafür gerade zu stehen.

 

Und so wird der Devisenhandel in gigantischem Maßen aufgeblasen..... So, das war mal eine kurze Einleitung in diese spannende Thematik.

Nächste mal geht es weiter, ihr Börsen-jo

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