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Europa- quo vadis 7. Teil

Der Nobelpreisträger Paul Krugman, übte harsche Kritik an der europäischen Währungsunion. Seiner Meinung nach war das europäische Projekt mangels eines homogenen Wirtschaftsraum ein schwerer Fehler. Krugman spricht sich, wie viele andere honorige Wirtschaftswissenschafter für den unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen der EZB aus, denn sonst könnte man den Euro gleich aufgeben.

 

 

So oder so, einen dritten Weg gäbe es nicht. Und natürlich sah und sieht man das Risiko einer Inflation, doch wird dies als das kleines Übel angesehen, verglichen mit den Risiken, die durch ein Scheitern des Euro bestünden. Also Wahl zwischen Pest und Cholera. Also alles in allem kann man sagen, dass die makroökonomischen Kosten des Projekt Euro exorbitant hoch sind.

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Und wie schaut es mit dem Nutzen aus? Eher bescheiden. Bis 2005 konnten der südlichen Teils Europas und Frankreich noch überproportional von der Währungsunion profitieren und die unterschiedliche Kostenentwicklung im Nord- Südgefälle noch durch den einheitlichen Zins, durch den besonders die ehemaligen Weichwährungsländer sehr profitierten, weil sie zu wesentlich besseren Konditionen Kredite aufnehmen und ihre Schulden tilgen konnten.

 

Leider wurden diese Mittel nicht zur Haushaltssanierung verwendet, sondern für exzessive Ausgaben sowohl auf staatlicher als auch auf privater Seite missbraucht. Es kam zu liquititätsgetriebenen Blasenbildungen und schließlich, nach dem Platzen der Blasen zu ungeheuren Schieflagen und enormer Geldvernichtung ( siehe spanischer Immobilienboom).

 

Vereinzelt gibt es auch positive Meldungen, so kann sich Irland nun selbst wieder am Kapitalmarkt Geld beschaffen und konnte nach drei Jahren Knechtschaft den europäischen Rettungsschirm wieder verlassen.
Dennoch schaut es in Irland nicht wirklich rosig aus. Die Staatsverschuldung liegt immer noch bei knapp 130 % des BIP´s, von Wirtschaftswachstum nichts zu sehen und die Arbeitslosigkeit liegt bei 13 %.

 

Also kein Grund um zu jubeln Unterdessen wird Frankreich immer mehr zum europäischem Sorgenkind. Strukturelle Probleme wie zum Beispiel viel zu hohe Lohnkosten gemessen an der Produktivität lässt Frankreich immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.



Auch wenn die Wirtschaftsprognosen für die nächsten Jahre zu verhaltenen Optimismus stimmen könnten würde ich von Solchem doch sehr warnen. Exogene Schocks sind nicht nur nicht auszuschließen, sondern für mich sehr wahrscheinlich im kommenden Jahr und damit wären dann auch die leicht positiven Prognosen wieder obsolet.

 

Nächste mal mehr dazu, eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht,

Börsen-Jo!

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