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Europa 5.Teil

Nach der Krise ist vor der Krise. Und die nächste Krise kommt bestimmt. Doch um die Probleme der Währungsunion besser verstehen zu können, gehen wir doch mal ins Jahr 1992 zurück. In diesem Jahr wurden in der niederländischen Stadt Maastrich der Vertrag unterzeichnet, der die Weichen für ein gemeinsames Europa stellen sollte.

 

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Auch Euro Skeptiker konnten den Maastricht Kriterien sehr viel positives abgewinnen und den Anstrengungen der künftigen Mitgliedsländern wurde Respekt gezollt. Alles schien doch sehr vielversprechend zu sein.

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Was unter dem Vertragsarchitekten Jean-Cloude Junker da auf das Papier gebracht wurde, das konnte sich schon sehen lassen. Besonders Deutschland, welches unter anderem durch die Folgen der Nachkriegsinflation, immer besonderen Wert auf eine stabile und starke Währung Wert legte, begrüßte die doch recht ambitionierten Kriterien des Vertrages von Maastrich.

 

Diese Kriterien definierten Grenzwerte für Inflation, Schuldenstand, Staatsdefizite und Wechselkurse. Zusätzlich wurde 1996 unter der Schirmherrschaft des deutschen Finanzministers Theo Waigel der europäische Stabilitätspakt beschlossen. Die Verträge waren wirklich gut. Jedoch was helfen die besten Verträge, wenn es keine Sanktionen bei Nichteinhaltung oder Vertragsbruch gibt?

 

Und genau das ist der große Knackpunkt in der Sache. Ironischer Weise war es gerade Deutschland, jenes Land, welches am schärfsten auf das strenge Regelwerk pochte, welches der Stabilität des Euro als aller erstes und wichtigstes Ziel definierte, gerade dieses Deutschland war eines der ersten Länder, das die Defizitgrenzen des Maastrich Vertrages durchbrachen.

 

Und wenn schon Deutschland die Stabilitätsregelungen bricht, wozu sollte sich dann noch ein anders Land den Entbehrungen aussetzten, welche mit einer strengen Haushaltspolitik verbunden sind und warum dann nicht den politisch einfacheren Weg des "Schulden machens" gehen. Strafzahlungen konnten nie durchgesetzt werden.



Die Schulden stiegen, die Politik der einzelnen Mitgliedsländer wurde immer lascher und die einst so ambitionierten Verträge waren zahnlos und letztendlich nicht mehr das Papier wert, auf das sie geschrieben wurden. Und mit der Krise 2008 begann die Verschuldung erst recht exorbitant zu steigen und um das "worst case" Szenario zu verhindern, warf man die Notenpressen wieder an und ließ diese so richtig heiß laufen. Womit wir dann wieder bei unserem eigentlichem Thema wären.

 

Der alte Keynes wurde wiederentdeckt und es kam zur Renaissance des Keynesianismus. Nach seiner Theorie sollte in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen durch vermehrte Staatsausgaben und expansive Geldpolitik angekurbelt werden. So geschah es dann auch und die Verschuldung stieg weiter.

 

Komisch ist nur, dass man ich wirtschaftlich Guten Zeiten ganz selten was von Keynes hört, denn nach dem großen britischen Nationalökonom sollte in dieser Phase dann gespart werden, so, daß auf lange Sicht zu einem ausgeglichenen Haushalt kommt. Doch dieser Teil wird immer wieder elegant unter den Teppich gekehrt. Also, es sah und sieht wirklich nicht gut aus ...

 

aber mehr dazu das nächste mal, schöne Woche

euer Börsen Jo

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